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Mittwoch, den 21. September 2011 um 17:00 Uhr

Mit einem imposanten Auftritt

präsentierte sich das sogenannte "Tokyo Metropolitan Government Building" (zu deutsch das Regierungsgebäude der Präfektur Tokyos), welches mit einer beeindruckenden Höhe von über 240 Metern in den Himmel ragt. Als wenn nicht der Betonkoloss alleine schon mächtig genug wäre und Japans industrielle Weltmacht unterstreichen würde, nein dieses mächtige Bauwerk kommt gleich im Doppelpack daher.

Nach unserem Besuch des kleinen und gemütlichen grünen Nationalparks Nikko stellte sich der darauffolgende Besuch des Wirtschafts- und Verwaltungsdistrikt Shinjuku als größtmöglicher Kontrast dar, den man sich nur vorstellen kann. Die in Japan übliche Integration von Natur in alle Wohn- und Arbeitsbereiche zeigte sich hier nur von seiner spärlichen Seite. Futuristisch anmutende Hochhäuser und eine enge Wohnhausbesiedlung bestimmen das Stadtbild; geradezu wie man sich Tokyo von Bildern nunmal so vorstellt. :-)

Nachdem der Fahrstuhl die gespannten Touristen innerhalb einiger Sekunden zur Aussichtsplattform im 43. Stockwerk befördert hat, wird man mit einer wirklich atemberaubenden Sicht über die Stadt belohnt. Von hier oben wird einem erst bewusst, warum Tokyo-Yokohama als dichtbesiedelste Metropolregion weltweit geführt wird.

Ein für uns recht kurzer, jedoch sehr erlebnisreicher Tag. Wie üblich findet ihr die Fotos unter der Honshu-Gallerie im Tokyobereich. (direkt vor dem Beginn der Nikkogallerie)

Chris
 


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Dienstag, den 14. Juni 2011 um 00:00 Uhr

Zurück in die Ruinen

Die Geocacher schaffen es doch immer wieder... Sie führen mich jedes mal an neue beeindruckende Orte aus der Vergangenheit. Wer hätte es gedacht, dass es diesmal sogar fast direkt vor der Haustür lag, das neue Ziel der Begehrenheit.

In Karlshorst, einem Stadtteil von Berlin Lichtenberg schlummert abseits der Straße das flächentechnisch imposante ehemalige VEB Furnierwerk. Gegründet 1924 wurde es nicht nur im zweiten Weltkrieg zur Produktion von Munitionskisten fest mit einbezogen, sondern war später noch in der DDR zur Herstellung von Wohnzimmereinrichtungen und natürlich in der eigentlichen Holzveredlung tätig. Seit 1991 steht es seitdem leer und verwahrlost zunehmend dank der Natur und diversenen Sprayern.

Aufgrund der großen Werksfläche wurden damals nicht nur ein eigenes Schienennetz errichtet, sondern zusätzlich auch alle Werksstätten, Dampf- und Kühlräume zur Umsetzung der gesamten Produktionskette auf einem Gelände vereint. Leider ist von dem ursprünglichen Inventar inzwischen nur noch wenig übrig geblieben, so dass man fotografisch hier nur einen geringen Einblick in die früheren Arbeitsprozesse gewinnen kann. Dennoch hat sich der kleine Ausflug als abwechslungsreicher und spaßiger Tag entwickelt und man wieder einen Teil Berliner Geschichte kennengelernt. Die Fotos hiervon findet ihr gleich am Anfang der "Lost Places"-Gallerie.

Chris
 


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Sonntag, den 03. April 2011 um 00:00 Uhr

Neues aus Fernosten

Es ist schon schon heftig zu sehen, wie ganze Landstriche durch Naturgewalten mit einem Schlag zerstört werden können. Innerhalb kürzester Zeit haben Tausende von Menschen ihr Leben, ihre Familien, ihr Land und ihre Häuser verloren. Noch heftiger bzw. frustrierender ist es zu sehen, das der Mensch dies durch eigene "Energie" noch weiter toppen kann. Was in Japan geschehen ist, ist unbeschreiblich und für den Westen auch unbegreiflich, vor allem dann, wenn man die wahren Ausmaße der mehrstufigen Katastrophe nur "im kleinen Bild" zu Gesicht bekommen hat. Und trotzdem die Japaner im Fernsehen gegenüber uns und ihrem Land absolute Selbstbeherrschung und Disziplin gezeigt und bewiesen haben, verbirgt sich hinter der, für Katastrophenfälle antrainierten Fassade ein gebrochener Mensch, der womöglich nach wie vor nach seiner Familie in den noch zehntausend Vermissten sucht.

Wenn ich mir überlege, dass ich im Jahre 2008 selbst mit dem Zug auf Strecken entlang gefahren bin und Orte besucht habe, die nun nicht mehr in ihrer Gänze bestehen und wir womöglich ganze Landstriche dank der Auswirkung und Folgen der AKWs von Fukushima in unserem Leben nie wieder besuchen können, da erhält dann selbst das Bearbeiten von simplen Fotografien aus meinen damaligen Urlaub irgendwie einen faden Beigeschmack. Ich war in den letzten Wochen und bin auch weiterhin stets in Gedanken bei den Japanern und hoffe hier für ein baldiges gimpfliches Ende. Vor allem sollten wir an dieser Stelle gedanklich auch bei den verbliebenden 50 Kraftwerkarbeitern sein, die ihre Leben für die Mitmenschen einsetzen, um gegen die nicht kontrollierbare Gefahr weiterer Kernschmelzen anzukämpfen.

Auch in diesem Moment werden zahlreiche Wohltätigkeitsorganisationen und das Rote Kreuz in Japan sowohl personell als auch finanziell zu kämpfen haben. Auch 2€ macht hier bereits einen Unterschied. Lasst euch eine Spende mal durch den Kopf gehen.

Ich habe die aktuelle Situation zum Anlass genommen, meine kleine Japan-Urlaubsfotoserie fortzusetzen und möchte euch heute ein paar Eindrücke aus den grüneren, idyllischen Bereichen Japans zeigen, nämlich den Nikko-Nationalpark nordwestlich von Tokyo. Er selbst ist ein äußerst beliebtes Reiseziel für Touristen und Japaner, da er zahlreiche geschichtsträchtige Orte und Tempel beherbergt und sich äußerst leicht mit dem Zug erreichen lässt. Die Fotos findet ihr ebenfalls unter dem Honshu-Album, da Nikko mit zur Hauptinsel Japans gehört.

Chris
 


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Sonntag, den 27. Februar 2011 um 21:24 Uhr

Einen kleinen Rückblick

möchte ich euch geben, und zwar zurück in die Vergangenheit, im Jahre 2008. In diesem Jahr hatte ich das Erlebnis Japan fotografisch kennenlernen zu können. Durch eine günstige Gelegenheit ergab sich ein relativ spontan geplanter Flug in das beeindruckende, fernöstliche Land. Für die zweiwöchige Tour plante ich mit meiner Gruppe eine kleine Rundfahrt, die wichtige und bekannte, aber auch abgelegende Sehenswürdigkeiten und Städte mit einschließt und flächentechnisch ungefähr die Hälfte Japans abdeckt. Hierbei besuchten wir natürlich nicht nur Tokyo, Kyoto und Osaka, sondern auch unter anderem Himeji (in erster Linie wegen der eindrucksvollen, gleichnamigen Burg), Sapporo und Umgebung, Aomori, Nikko und Osore-zan (eine der drei Geisterberge Japans). Als westlicher Fotograf ist man in diesem überaus aufregenden und lebendigen, aber auch teils ruhigen und sinnlichen Land von den Eindrücken absolut überfordert und muss die ersten Tage zuerst dazu nutzen, sich selbst und seine Gefühle zu sortieren. Sobald man sich dann gesammelt hat, lernt man das Land zu schätzen und zu lieben, denn das Angebot an atemberaubenden Architekturwerken, fabelhaften Essen, prächtiger und arrangierter Natur, skurillen und kuriosen Dingen und überaus freundlichen und hilfsbereiten Menschen führt dazu, dass sich schon einige Menschen bereits nach kurzer Zeit bekehrt gefühlt haben.

Ich muss gestehen, es ist sehr schwer Japans Lebensgefühl innerhalb nur zwei Wochen fotografisch einzufangen; vor allem dann, wenn es der erste Besuch in dem Land war, denn die Reizüberflutung ist derart hoch, dass es schnell passieren kann in die "schlichte" Reisefotografie abzudriften. Da ich euch einerseits ein wenig vom Land und Leben zeigen, euch jedoch auch Details und Gefühle näherbringen möchte, ist die Fotografiensammlung diesmal ein wenig bunter und gemischter geworden. Für anspruchsvoll, geschulte Augen bitte ich dies zu verzeihen. :)

In gänzlich überarbeiteter Form möchte ich euch nun den ersten Abschnitt der Reise präsentieren, nämlich Tokyo, den Startort und Aufenthaltspunkt für die ersten zwei-drei Tage unserer Reise. Das Album findet ihr in der Gallerie auf Seite 2.

Chris

 


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